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Berlin
Tiergarten
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Projektname
Ökohaus Corneliusstraße
Bild: Holger Wolpensinger
Bildergalerie
PLZ
10787
Stadt
Berlin - Tiergarten
Straße
Corneliusstraße 11/12 / Rauchstraße 21
Bundesland
Berlin
Gebäudeart(en), Bauform
MFH. Zwei freistehende fünfgeschossige (plus Dachgeschoss) Mehrfamilienhäuser in Skelettbauweise mit jeweils neun zweigeschossigen Einfamilienhauseinheiten
Neubau, Sanierung
Neubau
Eigentumsform(en)
Mietwohnungen, sozialer Wohnungsbau, Eigentumswohnungen
Lage
Günstig gelegenes Grundstück im Bezirk Tiergarten; ausgewiesen als Sondergebiet, umgeben von relativ lockerer Wohnbebauung Größe (WE) 26 Bewohner
ca. 45
Fertigstellung
1989-1991
ÖkologieAb/Wasser
Wassersparende Sanitärtechniken, Nutzung und Versickerung von Regenwasser, wohnungsbezogene Grauwasserkreisläufe
Abfall
Getrennte Abfallsammlung und -kompostierung
Energie
Wintergärten, in Einzelfällen Sonnenkollektoren, Photovoltaik, Wärmerückgewinnung, Lichtlenksysteme, Grundrißzonierung
Baubiologie
Umweltfreundliche Baustoffe z. B. Lehm
Verkehr
Außenanlage
Begrünung von Dächern, Fassaden und Terrassen, Schonung der vorhandenen Vegetation
Klima
Öko-Technik
Ökonomie
Flächensparendes Bauen Soziokulturelles
Innenentwicklung BesonderheitenArchitektonische Grundidee eines mehrgeschossigen, städtischen Hauses, dessen Konstruktion das „Stapeln“ von individuell gestalteten .Einfamilienhäusern' zulässt.
Anmerkungen"Nicht alle ökologischen Konzepte haben die Umsetzung in die Realität unbeschadet überstanden, wenn auch die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realisierung nur selten so krass ist, wie bei dem "ökologischen" Wohnungsbauprojekt in Berlin-Tiergarten an der Rauchstraße / Corneliusstraße, bei dem von den geplanten üppigen "Gärten auf der Etage mitten in der Stadt" nur schmale Außengänge übriggeblieben sind, die sich überwiegend bestenfalls zum Abstellen von Topfpflanzen eignen. An diesem Projekt ist aber auch nachzuvollziehen, dass ökologisches Bauen keineswegs identisch sein kann mit Handwerkelei und Planung nach dem Zufallsprinzip, wenn wirklich nennenswerte Effekte der Umweltentlastung erreicht werden sollen. Als Rohbaustruktur waren Betonplattformen mit einem Luftraum von jeweils zwei Geschossen errichtet worden, die - im kleineren Teil an der Rauchstraße von einem Bauträger als Mietwohnungen, im größeren Teil des Gesamtprojektes an der Corneliusstraße - von Einzelbauherren individuell, z. T. auch in Selbsthilfe ausgebaut wurden. Für dieses ansonsten durchaus erwägenswerte Baukonzept mußte eine unüberschaubare Vielfalt an Wärmebrücken und bauphysikalisch problematischen Anschlusspunkten in Kauf genommen werden - was das Ziel einer rationellen Energienutzung letztlich konterkariert."
1 Vgl. Otto et al. 1985; deutsche bauzeitung (db) 116 (1982) H. 7. S. 15 - 17; arcus (1983) H. 5, S. 215 - 218; Gelfort (1989), db 124 (1990) H. 9, S. 45 - 51 und Werk, Bauen + Wohnen (1991) H. 6, S. 10 f.Quelle: Greift, Rainer; Werner, Peter (1991): Ökologischer Mietwohnungsbau. C.F. Müller: Karlsruhe S. 243
Ansprechpartner
Architekt: Martin Küenzlen Dipl. Ing. Architekt B.A.U. Christstraße 35 14059 Berlin Idee und Gesammtleitung: Frei Otto und Hermann Kendel
Stadthaus, Gesellschaft für Stadtentwicklung und experimenttellen Wohznungsbau mbH
Quellen / Literatur
- Gelfort, Petra; Jaedicke, Wolfgang; Winkler, Bärbel; Wollmann, Hellmut: Ökologie in den Städten. Erfahrungen aus Neubau und Modernisierung. Berlin, 1994 S.29/30 (pdf)
- Kuthe, Christian; Mermagen, Wilhelm; Schepers, Albert: Gemeinsam Bauen - Gemeinsam Wohnen. Rechtliche und finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten für Gruppenprojekte im Neubau. Frankfurt/M., Darmstadt, 1991
- Otto, Frei; Kendel, Hermann: Das Baumhaus am Tiergarten. In: Kennedy, Margit (Hg.): Öko -Stadt, Bd. 2. Frankfurt/M., 111-116. 1984
- Ullmann, Gerhard: Patchwork-Häuser. Anmerkungen zu Frei Ottos Öko-Häusern im Berliner Tiergarten. In: db H.9, 45-48. 1990
- BAU Bund Architektur & Umwelt e.V. Werkbericht zum ökologischen Bauen Fachtagung zum Jahrestreffen des B.A.U. im März 1995 S. 75
- Greiff, Rainer; Werner, Peter (1991): Ökologischer Mietwohnungsbau. C.F. Müller: Karlsruhe S. 243- 2
Anmerkungen
Stand
1/2006 Holger Wolpensinger, Bonn