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linsenförmiger Platz, copyright: #22, gif 114 kB Skizze, copyright: #22, gif 39 kB
Küppersbusch-Siedlung, Gelsenkirchen


Stadt Gelsenkirchen
Ruhrgebiet, Land Nordrhein-Westfalen
Adresse Küppersbuschstraße / Boniverstraße / Pothmann­straße
Lage auf Industriebrache (ehem. Küppersbusch-Herd­fabrik) in direkter Nachbarschaft zu stillgelegtem Kohlenbergwerk Oberschuir (jetzt u.a. kulturelle Nutzung), nordwestlich begrenzt durch Rangierbahn­hof-Fläche; westlich und südlich angrenzend an Wohngebiete (Stadtteil Feldmark) (# 22)
Anfahrt ab Gelsenkirchen Hauptbahnhof mit dem Bus Linie 382 Richtung Gelsenkirchen-Feldmark bis Halte­stelle "Boniverstraße", oder ab Hauptbahnhof mit dem Bus Linie 383 Richtung Gelsenkirchen-Horst bis Haltestelle "Küppersbusch-/ Fürstinnenstraße"
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Projekt:
Bauzeit Ideen- und Realisierunsgwettbewerb 1990, Bauträgerwettbewerb 1992 (# 22), Bauzeit Nov. 1994- Dezember 1997 (# 45, S. 93)
Städtebau Szyzskowitz-Kowalksi (Graz, Österreich) (# 22)
Hochbau­Architekt Szyzskowitz-Kowalksi und BauCoop Arthur Mandler (Köln) (# 22)
Gartenarchitekt Szyzskowitz-Kowalksi mit Büro Brandenfels (Münster) (# 22)
Bauherr sieben Bauträger (# 22)
Größe 7,5 Hektar (# 22)
Wohneinheiten 265 WE, davon 180 öffentlich geförderte Miet­wohnun­gen (# 22);
andere Angabe: 261 WE, davon 206 Mietwohnun­gen 1. und 2. Förderweg, 25 Altenwohnungen, 34 freifinanzierte Mietwohnungen, 21 Eigentums­wohnun­gen
Wohnungstyp "individuelle und stark differenzierte Wohnangebote, durchweg mit eigenheimähnlichen Wohnqualitäten im Geschosswohnungsbau" (# 22)
Projektentwicklung Brachfallen der Fläche Anfang der 80er Jahre; da damals nur geringer Wohnungsbedarf, Projekt­entwicklung erst ab 1990 mit Ideen- und Realisie­rungs­wettbewerb, 1992 Bauträgerwettbewerb
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Städtebau, Architektur:
Städtebau: "Das spektakuläre Vorzeigeprojekt der IBA ...: die Küppersbusch-Siedlung"(# 45, S. 92)
Die Siedlung wendet sich von den Bahnflächen im Nordosten ab (Lärmschutzwall, zugleich Freifläche mit Spazierweg). Die nördlichen Hausgruppen, die in ihrem Aufbau stark differenziert sind, orientieren sich auf die im Inneren entwickelte Grünachse (z.T. ehemalige Pothmannstraße), die auch das linsen­förmige Regenwasserbecken aufnimmt. An den begrenzenden Straßen liegt höhere Bebauung.
Architektur 2- bis 3-geschossige Baukörper bei den nördlichen Baugruppen, mit Außentreppen zum Garten;
zum Stadtteil Feldmark hin 5-geschossig
ÖkoAspekte "Der technische Clou, auf den sich alles zu konzen­trieren scheint, ist die im wahrsten Sinne herausgeho­bene Position des Ökologiekonzepts in der Gesamt­anlage: Über den Umrissen der linsenförmigen Grünanlage schwebt die hochgelegte Wasserrinne, die das Regenwasser aus den Häusern in die Mulden-Rigolen-Versickerung leitet. So ist aus dem Zwang zum Ressourcensparen ein Markenzeichen geworden; Ökologie als Ersatz für die Gemeinschaftsidentität der Vergangenheit."(# 45, S. 92)
Abwasser "Das Dachwasser von fast 80 % der Siedlung wird in einem gestalteten, zusammenhängenden und hoch­liegenden 'Rinnensystem' zur zentralen Versickerungs­fläche geführt. Das Rinnensystem ist damit gleichzei­tig der 'silberne Faden', der die Gebäude zusam­men­führt und wie ein Aquädukt die Platzfläche einfaßt. Dieses 'oberirdische Trennsystem' ist in der Erstellung unwesentlich teurer als ein unterflurver­legtes Trennsystem ...." (# 22, S. 283/284)
Quelle #1, # 22
Der linsenförmige Platz mit den hochlegten Entwässerungsrinnen,
copyrigt: #22, gif 114 kB
 
Modell, copyright: #22, gif 389 kB

Text und Bilder (mit freundlicher Genehmigung):
Hartl, Johann/Lee, Eun-Heui: Ökosiedlungen in Deutschland. Ein Reiseführer zu realisierten, ökologisch-orientierten Wohnsiedlungen in Deutschland 1980- 2002. Berlin/Seoul, 2003. Deutsche CD-Ausgabe, Ottobrunn 2004
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